|
M.S.C. Fränkische Schweiz e.V. im ADAC internat. 30. ADAC–Zuverlässigkeitsfahrt
228 Starter auf der Jagd nach Bestzeiten im schweren Gelände
Der MSC Fränkische Schweiz veranstaltete am 30.09.2007 seine internationale 30. Geländefahrt zu der sich 220 Starter gemeldet hatten.
Der zweite Vorstand und Fahrtleiter Werner Kraus hatte bereits mehrere Monate vor der Veranstaltung mit seinen vielen Helfern die Strecken- und
Organisationsplanung begonnen um eine reibungslose und perfekte Veranstaltung durchzuführen. Selbst bei strömenden Dauerregen drei Tage vor Beginn der Geländefahrt
wurden von Alfons Wiemann sowie Michael und Matthias Knauer mit ihren freiwilligen Helfern die Sonderprüfungen und Streckenabschnitte gesteckt und ausgeschildert.
Am Tag der Papier- und Fahrzeugabnahme konnte Bernhard Bezold mit seinem Team alle Anmeldungen und Lizenzen problemlos bearbeiten. Kurzfristige Klassen- und
Timetableänderungen im PC wurden von Georg Hofmann und Daniel Neukamm durchgeführt. Die technischen Voraussetzungen und Anforderungen der Motorräder wurden von Jürgen Starck mit
seinem Team kontrolliert. Gleichzeitig wurden etwa 60 Wohnmobile von Sigi Schiffert ins Fahrerlager geschleppt und eingewiesen. Nach 20:00 Uhr dann begann die Nachtwache. Permanent wurde das Gelände des Freibades bis zum nächsten Morgen um 7:00 Uhr überwacht.
Um 7:20 dann der Aufruf für Straubel Marco, Meyer Bert und Wills Karsten um Ihre Motorräder aus dem Parc ferme zu holen. Dies sind die ersten drei Fahrer der Klasse 3.
Nun folgte minütlich der Aufruf für die nächsten drei bzw. vier Fahrer.
Die drei ersten aus der Klasse 1 Hartmann Mike, Beier Andreas und Peter Dirk folgten um 07:28 ins Parc ferme.
07:30 Uhr: Bürgermeister Helmut Taut gab den Startbefehl für die ersten Fahrer auf dem anspruchsvollen 55 km langen Rundkurs. Bereits nach ca. 5 Minuten musste die erste Auffahrt schnell
bewältigt werden um 5 Minuten später rechtzeitig zu stempeln. Von nun an steuerten die Piloten durch das zum Teil rutschige Unterholz und meisterten schmale Abfahrten sowie ein paar kürzere
Auffahrten. Auf den Feldrändern und Schotter bzw. Teeretappen konnten die Fahrer dann wieder Kraft sammeln bis sie an der ersten ca. 4 km langen Sonderprüfung in Gösseldorf /
Seelig eintrafen. Diese Prüfung war eine Mischung aus Motocrossstrecke und schnell gestecktem Stoppelacker in dem ein paar kleinere Hindernisse eingebaut waren. Bis zur
nächsten Sonderprüfung folgte ähnliches Terrain wie in der ersten Verbindungsetappe. Erwähnenswert ist noch die kleine Trailpassage im Steingraben zur Auffahrt Draisendorf - Rauhenberg und die Auffahrt selbst. Diese Auffahrt
hatte es in sich. Während die meisten A- Lizenz Fahrer ohne Probleme den langen, steilen Hang passierten, verausgabte sich der eine oder andere B- Lizenz Fahrer. Die vielen Helfer
allerdings schleppten und schoben die Motorräder mit Fahrern zwei Runden lang nach oben. Danach wurde der Hang für die B-Lizenz aus der Etappe genommen. Der Auffahrt folgte eine längere Abfahrt bei
der die Bremsen nicht viel verzögerten. Die glatten Wurzeln ließen die Motorräder den Berg hinunter gleiten. Da aber eine große Auslaufzone und Platz zwischen den Bäumen war, konnte
dieses Hindernis gefahrlos genommen werden. Kurz vor der zweiten ca. 4 km langen Sonderprüfung passierten die Fahrer eine weitere ZK. Diese zweite Sonderprüfung bestand wieder aus einem schnell gesteckten Ackerstück und einem
Waldstück in dem Wurzeln und kleine Auffahrten den Flair eines internationalen Wettbewerbs vermittelten. Richtung Fahrerlager hatten die Boliden dann wieder gewohntes Gebiet vor sich. Das Fahrerlager schon zum greifen nahe folgte eine
weitere Hürde. In einem kleinen "Extra Test" mussten dickere Baumstämme überquert, von einer etwa 1,60 Meter hohen Mauer gesprungen und dann wieder dicke Baumstämme überwunden werden. Kurz darauf folgte die
eingangs erwähnte Auffahrt die nun auch schwer zu bezwingen war weil auf den Wurzeln keine Traktion zu Stande kam. Die Fahrer die Probleme hatten wurden jedoch mit einer Winde den restlichen Hang
hinauf gezogen und konnten von hier aus problemlos das Fahrerlager erreichen.
Während den folgenden Runden trockneten die Sonderprüfungen aufgrund des schönen Wetters ab so dass die Piloten mit knetgummiartigen Boden belohnt wurden und Ihre Maschinen zur Freude der Zuschauer
dementsprechend spektakulär durch die Sonderprüfung prügelten.
Der MSC Fränkische Schweiz veranstaltete ein unfallfreies und sehr interessantes Rennen wie die meisten Fahrer und Zuschauer bestätigten.
Mehr als glücklich war Steffan Schiffert der früh morgens bereits 10 Minuten benötigte um seine Husaberg zum Leben zu erwecken und Adrian Eberlein auf seiner 300er KTM. Beide Rookies des MSC Fränkische Schweiz fahren erst etwa ein Jahr Offroad und haben
sich hervorragend geschlagen. Eberlein belegte einen sehr guten 13. Platz und Schiffert einen hervorragenden Platz 15 in der Klasse 9.
Christof Sascha der als Redakteur unterwegs war, belegte in der gleichen Klasse Platz 9.
Unser immer erfolgreicher Senior Jürgen Köferlein konnte in diesem Wettbewerb seine ganze Routine ausspielen und Stand wieder ganz oben am Treppchen in der Seniorenklasse. Nur am Anfang der Veranstaltung hatte Jürgen
in seiner ersten Sonderprüfung zwei Mal unfreiwilligen, spektakulären Bodenkontakt. Trotz seiner beiden Stürze in dieser Sonderprüfung hatte bereits zu diesem Zeitpunkt einen beachtlichen Vorsprung auf den zweiten Platz und baute diesen bis zum Schluss aus.
Gunter Fritsch belegte bei den Senioren Platz 12.
Weiterhin war Martin Wohlleib für den MSC Fränkische Schweiz am Start und musste wegen Verletzung aufgeben.
Dietmar Brütting, Ott Christian, Markus Weimann und Kautsch Christian mussten wegen technischen Defekts aufgeben.
Von den 220 Fahrern haben 65 das Ziel nicht erreicht.
Während der gesamten Veranstaltung war Hubertus Franz mit seinen Mitarbeitern als Rettungsdienst vor Ort um bei Bedarf sofort zur Stelle zu sein.
Auch die ortsansässigen Feuerwehren begleiteten die gesamte Veranstaltung und regelten den Verkehr.
Auf den Sonderprüfungen und den Auffahrten standen permanent freiwillige Helfer zur Stelle.
Weitere Helfer befanden sich bei den einzelnen Durchgangskontrollen und Zeitkontrollen.
Um diese Veranstaltung zu bewältigen war ein großer Teil der Mitglieder des MSC Fränkische Schweiz im Einsatz.
Der MSC Fränkische Schweiz möchte sich auf diesem Weg bei allen Helfern, Grundstückseigentümern und Mitwirkenden herzlich für die Unterstützung bedanken.
Hier sind die Ergebnisse der Geländefahrt zum Download:
Offizielles Ergebnis Deutsches Enduro-Championat
Offizielles Ergebnis Klasse 1 bis 125 ccm/2T bis 250 ccm/4T (FIM/A/I-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 11 bis 125 ccm mit 2 Taktmotoren (B-/C-/V-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 12 über 175 ccm mit 2 Taktmotoren (B-/C-/V-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 13 bis 250 ccm mit 4 Taktmotoren (B-/C-/V-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 14 über 290 - 450 ccm mit 4 Taktmotoren (B-/C-/V-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 15 über 475 ccm mit 4 Taktmotoren (B-/C-/V-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 2 über 175-250 ccm/2T über 290-450 ccm/4T (FIM/A/I-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 3.1 über 290-500 ccm/2T über 475 ccm/4T (FIM/A/I-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 3.2 über 290-500 ccm/2T über 475 ccm/4T (FIM/A/I-Lizenz)
Offizielles Ergebnis Klasse 7 Senioren ohne Hubraumbeschränkung (A-/B-/C-Liz.)
Offizielles Ergebnis Klasse 9 Serien-Enduro-Motorräder mit V-Tageslizenz ohne Hubraumbeschränkung
Mannschaftswertung Deutsche Enduro Meisterschaft
Mannschaftswertung Deutscher Enduro Pokal
Offizielles Ergebnis Pokal (B-Lizenz)
Hier sind Bilder der Veranstaltung.
|